Sozialdienst, Sotha, wer hilft da weiter?

  • Hallo zusammen!

    Ich habe jetzt schon viele Beiträge durchgelesen und was ich immer wieder lese ist, dass jemand mit dem Sozialdienst telefoniert hat.

    Was von Fall zu Fall mal mehr mal weniger gebracht hat.

    Was ich mich dabei frage ist, in einer JVA mit 900 Häftlingen und 10 Sozialdienstmitarbeitern (davon einige in Teilzeit), wie kann da der Sozialdienst irgendetwas

    über einen einzelnen Häftling wissen, vor allem wenn es mit dem einen 5-Minuten-Termin gegeben hat um seine Gleichstellung wegen Schwerbehinderung

    zu besprechen.

    Mein Partner ist psychisch völlig am Ende, seine Briefe werden immer besorgniserregender.

    Er bräuchte dringend ein Therapieangebot, ich lese aber immer nur von Therapien für Abhängige aller Arten oder evtl. für Gewalt/Sexualverbrecher.

    Das alles ist er nicht, er ist "nur" depressiv und hat das dringende Bedürfnis seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Nachdem er 35 Jahre lang verleugnet

    hat, dass seine Kindheit einen Einfluss auf sein Verhalten als Erwachsener hat, ist vor einem halben Jahr dann doch die Erkenntnis gekommen.

    Seitdem er drin ist, treiben ihn seine Dämonen sehr um, die Geschichte will raus und kann nicht, weil er keinen Platz zum Schreiben hat und keine

    psychologische Unterstützung wenn er an schwierige Stellen kommt. Und davon gibt es eine Menge.

    Der ständige Lärm, das Geschrei der Mitgefangenen, die ewigen Provokationen der Zellenkollegen und die Schikanen der Beamten lassen ihn den ganzen Tag

    unter Hochspannung stehen. Die einzigen ruhigen Stunden sind zwischen vier und sieben morgens. Da er auch ewig nicht einschläft, weil sich in seinem

    Kopf nur noch alles dreht schläft er kaum noch.

    Es wird nicht besser sondern jede Woche schlimmer und ich habe nicht das Gefühl, dass von drinnen Hilfe zu erwarten ist.

    Davon abgesehen - mit dem Sozialdienst würde er die Aufarbeitung nicht machen wollen, da es dort keine Schweigepflicht gibt. Aber für das jetzt

    akute Problem, dass er so am Ende ist - kann da der Sozialdienst helfen?

    Gibt es eine Möglichkeit der Therapie?

    Irgendwo habe ich gelesen, dass es in wichtigen Fällen auch möglich ist einen Psychologen von außen zu bekommen. Hat da jemand Erfahrung wie man das

    anstellt?

    ich mache mir große Sorgen...

    Grüße

    huetzelchen

    Es ist was es ist, sagt die Liebe!

    <3<3<3

  • Er soll sich einen Seelsorger nehmen, die haben absolute Schweigepflicht.

    Natürlich wird ihm da drin nicht die Therapie gegeben die er wirklich braucht.. nur die Antidepressiva bekommt er.. doch die sind lediglich begleitend.. aber das ist ja egal.

    Er muss praktisch immer und immer wieder danach fragen.. von nix kommt leider nix.. niemand kommt da auf ihn zu oder nimmt ihn an die Hand.. dem ist leider so..

    Vielleicht haben die ja auch einen Pfarrer.

    Wenn es erstmal "nur" uns Reden geht.. allerdings ist das was er braucht eine Tiefentherapie.. und darum muss man schon hier draußen richtig betteln..

    Ich hoffe ihr könnt etwas erreichen.. wir haben nämlich eine ähnliche Thematik..

    Liebe Grüße, Steffi

    <3 Go to Hell, Im not here to entertain you! <3

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