Beiträge von Chris

    I.d.R. schon. Bei der relativ kurzen Haftzeit ist eine Verlegung innerhalb von ein bis zwei Wochen drin. Aber erfahrungsgemäß hängt das auch vom Transportplan ab. Ich weiß nicht wie oft der Gefangenen-Bus Attendorn anfährt und welche Route er fährt. So ein Schub (Transport) ist bei Inhaftierte nicht gerade beliebt.

    Guten Abend,

    dass ich mittlerweile viele Geschichten von da gehört habe

    Ach, diese Geschichten, ich habe das immer "Knastgeschwätz" genannt. Natürlich ist die Hoffnung groß durch einen guten (teuren) Rechtsanwalt mehr zu erreichen, leider hat das nur sehr selten Erfolg und macht einen im Knast nicht gerade populär. Sinnvoller ist es immer vor der Hauptverhandlung Geld in einen guten Rechtsanwalt zu pumpen, wenn man es hat. Wie Bikerboy schon geschrieben hat sind das keine Kleckerbeträge und sehr fraglich ob das Sinn macht für eventuelle 3 Monate weniger, 13.000 € mehr zu bezahlen.

    fast kein Spur von Resozialisierung.

    Resozialisierung, was für ein Wort! Die Resozialisierung fängt erst nach einer Haft an.

    Ich bin schon Resozialisiert in die JVA eingerückt, hatte bis zum vorletzten Tag in meinen erlernten Beruf gearbeitet, hatte Haus, Frau & Kind. Tja und dann wurde ich erst einmal desozialisiert. Der Verlust der Arbeit....nach 12 Jahren Betriebsangehörigkeit.......nach 7 Jahren Ehe warf die Frau die Schlüssel ins Haus........reichte die Scheidung ein....und Frau mit Kind weg. Bis auf zwei defekte Fernsehgeräte, ein mit Sperrmüll gefüllten Dachboden und meiner Wäsche blieb mir nichts mehr.
    Sogar mein PKW wurde für kleines Geld innerhalb der Verwandtschaft verhökert.
    Durch meine begangene Straftat habe ich all das natürlich selbst zu verantworten, das alles war ganz alleine meine Schuld. Mir war von Anfang an bewusst, das meine Straftat mit Knast belegt werden kann.
    Nur mit 48 Monaten habe ich nicht gerechnet.

    Da bin ich mit Sicherheit kein Einzelfall, der Resozialisiert in den Knast geht. Eine vernünftige Resozialisierung kann ja erst stattfinden, wenn es die Möglichkeiten gibt noch während der Haft auf Arbeits- und Wohnungssuche zu gehen. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn für all das muss der Gefangene gelockert sein. Da reichen nicht ein paar begleitete Ausgänge und wissen tun wir das alle.
    Der Spruch meiner damaligen Sozialarbeiterin; "Wären Sie nicht Straffällig geworden, hätten sie noch alles", werde ich mein Lebtag nicht mehr vergessen. Da hat niemand mehr Lust sich mit Problemen an diese Sozialarbeiterin zuwenden.
    Ich hatte das Glück das ich mir stets zu helfen wusste und einen wirklich hervorragenden Abteilungsdienstleiter hatte, der seine "Monseñoren" unterstützte wo es ihm möglich war.
    Ich fiel in Recht kurzer Zeit wieder auf meine Füße, bis auf ein Haus habe ich mir alles wieder erarbeiten können. Doch es sind nicht alle Menschen gleich, der eine benötig mehr Hilfe als der andere und daraus eine vernünftige Resozialisierung zu machen ist alles andere als einfach.

    Ich bin oft gefragt worden was ich mir unter einer vernünftigen Resozialisierung vorstelle. Zu erst mehr Alternativen zum Strafvollzug, bei mir z. B. hätte eine Fußfessel und ein vier jähriger Hausarrest völlig ausgereicht.
    Nichts anderes war der offene Vollzug für mich.
    Dann müsste der Beruf der Vollzugsdienst viel attraktiver gemacht werden und endlich mal das Strafvollzugsgesetz einheitlich modernisieren und nicht mehr den Ländern es überlassen.
    Es gibt noch so viel mehr, aber dann würde ich noch mehr vom Eingangsthema abweichen, wie jetzt hier.

    Mein Rat an Dich ama22
    So lange Dein Mann zurecht kommt, soll er sein Ding (Vollzug) machen. Selbst wenn Rückschläge kommen und sie werden kommen, dann ganz entspannt und ruhig weiter machen, ohne Promi-Anwalt.

    Der Empfänger hat die Annahme verweigert, da er den Inhalt nicht bestellt hat.

    Daran würde ich mich jetzt nicht festklammern und es eher als eine Standardformulierung von DHL ansehen. Würde irgendwie blöd aussehen wenn da stehen würde, hat die Annahme verweigert weil der Empfänger sich in U-Haft befindet und keine Expressbriefe annehmen darf.

    Ernsthaft, Du wolltest in guter Absicht dem Inhaftierten schnell etwas zukommen lassen und leider (un)wissentlich den falschen Weg gewählt. Die JVA ist nicht verpflichtet Express-Sendungen anzunehmen und an den Gefangenen weiterzuleiten und an Untersuchungshäftlingen schon einmal gar nicht. Ihm kann die Sendung ja nicht ausgehändigt werden, sondern nur der Staatanwaltschaft und da ist nix mit Expresszustellung.

    Briefpapier und Umschläge erhalten U-Häftlinge in den ersten Tagen beim Vollzugsbeamten auf der Abteilung. Bei Briefmarken helfen oft die Pfarrer oder Pastoren aus, ggf. kann der U-Gefangene auch einen Antrag auf Sozialbriefmarken stellen.

    Chris hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Chris
    18. Dezember 2023 um 10:15

    Zitat
    heute bin ich bei OpenJur auf ein Interessantes Urteil aus dem Jahr 2020 gestoßen. Es betrifft die Erstattungen der Fahrkosten für Besuche eines Lebensgefährten in der JVA. Ich dachte immer, das könnten nur verheiratete Paare beantragen, die Leistungen vom Amt beziehen. Das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt sieht das anders.
    Ich werde hier nur den Tenor und einen Teil des Tatbestands (als Einleitung) in den Artikel schreiben, den Rest also das gesamte Urteil im Anhang als PDF-Datei hochladen.

    Mit dem Unterhalt ist mir aber etwas unklar, aber warscheinlich das Jugendamt kann mir besser erklären.

    Sehr gut, so ist es auch am besten. Das Jugendamt kennt sich da viel besser aus, als wir. Wir können nur Ratschläge geben und keine Handfesten Infos.
    Schön wäre es, wenn Du uns hier das Ergebnis vom Gespräch mit dem Jugendamt zukommen lässt. Mich interessiert es schon, wie das weiter läuft.

    Muss er zahlen, muss ich unbedingt beim Jugendamt beantragen oder kann alles so bleiben?

    Zahlen muss er, kann er aber durch seine Haft nicht. Deswegen springt das Jugendamt ein. An Deiner Stelle würde ich mich ans Jugendamt wenden, damit der Unterhalt an Deinen Kindern gesichert ist.
    Zur Krankenkasse kann ich Dir keine Antwort geben, daher unbedingt bei der entsprechenden Krankenkasse anrufen und Ihnen die Situation schildern.

    Hmm....manche Anstalten verkomplizieren wirklich die einfachsten Dinge.

    Da muss ich die JVA Wittlich echt Loben, die haben den Zahlungsverkehr immer gewährleistet.

    Ich habe während meiner Strafhaft jeden Monat 15, 00 Euro an meinem Stiefsohn sein Taschengeld überwiesen.

    Ich habe nur einen Antrag mit dem zu überweisenden Geldbetrag und meiner Gefangenenbuchnr. an die Zahlsstelle der JVA geschrieben, diesen in einen verschlossenen Briefumschlag eingelegt und auf den Umschlag nur "Zahlstelle" draufgekritzelt fertig.

    Nach ungefähr einer Woche war das Geld auf dem Konto.

    Wenn das Geld vom Haft Konto weg ist, geht es an die Landesjustizkasse. Diese steuert alle Zu und Abgänge der Haft Konten, allen Zahlungsverkehr bzgl. Justiz und Strafvollstreckung. Da gibt es auch nur eine pro Bundesland.

    Ich bin mir ziemlich sicher gewesen das das Geld nicht von der Landesjustizkasse aus Mainz aufs (damals) ehelichen Konto gebucht wurde, sondern von der Deutschen Bank aus Saarbrücken kam.

    Daher habe ich noch einmal auf der Webseite JVA Wittlich geschaut und für mich hier verwirrendes festgestellt.

    Dort ist als Bank "Deutsche Bundesbank" angegeben, die Kontonummer bzw. IBAN ist die BBk Saarbrücken (Bundesverband Bildender Künstler Saarland e.V.. ).

    Muss ich nicht verstehen.......ist ja auch nicht wirklich wichtig.

    Man geht zum Beamten, zum Abteilungs/Stationsleiter, zum Sozialarbeiter und bittet um Aufklärung.

    Das hat bisher leider keinen Erfolg gebracht.

    Also, weder der Beamte oder Sozialarbeiter ist da der Ansprechpartner. Der richtige Ansprechpartner für mich war im geschlossenen Vollzug immer die Geschäftsstelle.

    Im offenen Vollzug kann man zu den Geschäftszeiten direkt zur Zahlstelle gehen.

    Das mit den drei Tagen Bikerboy ist nicht so ganz richtig. Diese Ausführungsfristen gelten nur für den Zahlungsdienstleister. Die JVA gibt das nur an die Zahlsstelle weiter und das sollte man immer mit einbeziehen.

    Bin einmal gespannt wie das Thema weitergeht.

    Guten Morgen,

    Du bist nicht die Erste, die sich wundert warum keine Antwort kommt. Dein Lebensgefährte befindet sich wahrscheinlich in Untersuchungshaft und da geht die Post über die Staatsanwaltschaft. Bis er Deine Briefe erhält kann es gut 1 bis 1½ Wochen dauern, oft sogar länger (3 -4 Wochen).

    Ich empfehle jedem neuen Mitglied zuerst die Forumssuche zu benutzen, denn solche Fragen wurden hier schon sehr oft beantwortet.

    Solltest Du nicht fündig werden, stehen Dir viele spezielle Themen Foren für Fragen zu Verfügung.

    LG Chris

    Ne sorry muss dich berichten hab nicht geschrieben 0 Ahnung hab geschrieben 0 Info .

    Das stimmt, da habe ich Dich falsch zitiert, Entschuldigung das war keine böse Absicht. Es kommt fast aufs selbe raus, Dein Mann hat nicht die erhofften Infos bekommen.

    Ich kann Deinen Unmut verstehen, Psalm. Meine Ehefrau hat auf einen Sonderbesuch die Sozialarbeiterin wegen Tatenlosigkeit völlig rund gemacht. Ich wusste von Anfang an, das meiner Frau auf diesen Besuch der Kragen platzt und ich habe sie auch gelassen.

    Vieles was für Euch draußen normal ist, hat im Knast jede Menge Hürden. Für mich war bzw. ist es immer schwer gewesen meiner Frau und vielen Frauen hier verständlich zu machen, daß der Knast eine ganz andere Welt ist.

    Wie Ratatouille schon erwähnt hat, liegt die Priorität in der Sicherheit und Ordnung. Eine Resozialisierung innerhalb der Mauern findet nicht statt.

    Was mir jetzt hier missfällt ist die Richtung die das Thema nimmt.

    Natalie, wenn Dir die negativen Themen von Psalm missfallen, solltest Du auf das Lesen meiner Antwort lieber verzichten.

    Wo, wenn nicht hier, haben Angehörige die Möglichkeit Dampf ablassen? Jeder hat hier das Recht seinen Unmut kund zu tun, so lange es im Rahmen der Foren-Regeln bleibt.

    Im Knast laufen die Uhren anders, das ist schon so zu Kaisers Zeiten gewesen.

    Ich habe auch alles in meiner Strafhaft selber lösen müssen, da kam niemand zu mir auf Zelle um mich zu fragen: Darf ich ihnen helfen.

    Gründe zum beschweren gab es jede Menge, Die Hafträume in Wittlich waren Anfang der 2000 Jahre immer noch nicht verstromt. Es gab keine Steckdosen, daher auch kein TV oder Spielekonsolen. Nur eine Neonleute damit man Licht hatte. Dieser Zustand war Rechtskonform und da half auch keine Beschwerde.

    Man musste sich zwangsläufig um seine Probleme selbst kümmern, was auch völlig normal ist. Viele Informationen habe ich mir während des Hofgangs von meinem Mitgefangen geholt, auch das ist völlig normal in jedem Knast.

    Manchmal wussten wir durch den Flurfunk eher und besser Bescheid, als der Vollzugsbeamte auf unserer Abteilung.

    Ich habe für eine simple Haftbescheinigung über 3 Wochen warten müssen, Begründung: Ich bin einer von 600 Strafgefangene.

    Du weißt doch nicht wie viele Mitarbeiter in der Geschäftsstelle arbeiten, meist sitzt da nur einer!!! Das war in Wittlich so und wird in anderen Anstalten nicht anders sein.

    Du prangert hier Missstände an, die eigentlich keine sind. Das ist der ganz normale Haftalltag.

    Die Justizvollzugsanstalten sind völlig unterbesetzt, weil sie kaum Personal finden, auch das war zu meiner Zeit schon so. Die heute dort arbeiten sind schon fast Einzelkämpfer und versuchen so gut wie möglich einen vernünftigen Haftalltag hinzubekommen.

    Anstatt einfach mal ein bisschen Verständnis aufzubringen, schreibst Du von Missständen. Du gibst doch eigentlich nur das wieder, was Dir Dein Mann erzählt hat. Das Dich solche Erzählungen auf die Palme bringen, kann ich verstehen, da bist Du nicht die Erste.

    Wärst Du dabei gewesen, hättest Du vielleicht eine andere Sichtweise.

    Das ein Rechtspfleger vom Gericht in die Anstalt kommt, ist verdammt selten.

    Du schreibst das dieser Null Ahnung hat, für mich ist das eine plakative und oberflächliche Aussage.

    Rechtspfleger haben eine dreijährige Ausbildung mit Fachstudien von mindestens 18 monatlicher Dauer, berufspraktische Studienzeiten an Gerichten und bei Staatsanwaltschaften und endet mit einer staatlichen Prüfung.

    Hatte im Internet gesehen das es verboten wäre

    Das ist von Anstalt zu Anstalt unterschiedlich, aber von der JVA Bochum weiß ich (Stand 2020) das "selbstklebende Briefmarken" bis max. 5 Stk. erlaubt sind.

    Dein Mann kann das aber auch selbst nachfragen, wie viele Briefmarken in einem Briefumschlag mit gesendet werden dürfen.

    Grundsätzlich verboten sind Briefmarken, wo die Klebefläche befeuchtet werden muss., da diese Klebefläche mit LSD versetzt sein könnten.

    Solche Briefmarken händigen viele Anstalten nicht mehr aus.

    Wie geht den so was?

    Ist ja zum Teil aus dem Artikel zu erlesen und Fluchtversuche bei Ausführungen sind nicht selten. Man kann sehr wohl mit Handschellen und einer elektronische Fußfessel die Beine unter dem Arm nehmen und davon laufen.

    Dafür würde ich nie einem Vollzugsbeamten einen Vorwurf machen, sich womöglich noch selbst dabei in Gefahr und ggf. zu Tode kommen ist kein Strafgefangener wert. Schließlich stehen hinter jedem Vollzugsbeamten eine Familie.

    Es gibt etliche Strafgefangene die jede Möglichkeit zur Flucht nutzen, verhindern kann man sie kaum. Wie denn auch?

    Einen Häftling bei einer Ausführung zu fesseln wie Hannibal Lecter?

    Entweder werden Ausführungen, Tagesausgänge und Lockerungsmaßnahmen ganz abgeschafft, dann ist der Aufschrei aber riesig und mit dem Resozialisierungs-Gedanken nicht vereinbar.

    Jeder der im Knast sitzt, denkt an Flucht.......das habe ich Anfangs auch getan.

    sind die Geschädigten, den wird zu wenig Beachtung geschenkt.

    Das ist leider wahr, trotz mancher Projekte wie "Täter-Opfer Ausgleich" usw.wird den Straftätern viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt als den Opfern, wie z.B. bei Littlebird. Aber leider ist das hier nicht das Thema gewesen und bevor jetzt darauf geantwortet wird, bitte ich dazu ein eigenständiges Thema zu erstellen.

    Sorry das ich erst jetzt auf Dein Thema antworte, ich war mir zu 100% sicher schon geantwortet zu haben......doch kein Beitrag da.....??......einfach nicht da.......wahrscheinlich habe ich vergessen ihn ab zusenden.

    Erst einmal zu Deiner Rechtschreibung.

    Mir ist nur wichtig, daß die Beiträge lesbar und Inhalte verständlich sind. Hier wird keiner, ich betone es nochmal keiner wegen Schreibfehler kritisiert. Ich als Deutscher beherrsche noch nicht einmal die Rechtschreibung und frage mich oft ob "seit" nun nie t oder d geschrieben wird.

    Also von daher alles kein Problem mit der deutschen Rechtschreibung.

    Aber anscheinend ist Dein Problem Dein Cousin.

    Du möchtest wissen wie hoch die Strafe sein könnte?!?

    Das wird Dir hier niemand sagen können, weil wir die Akte nicht kennen und vorallem weil wir keine Juristen sind (außer Lasker).

    Aber erfahrungsgemäß wird die Strafe bei der selben Straftat immer höher ausfallen als die vorherige. Wenn er schon zuvor 5 Jahre wegen einem Überfall und Raub im Knast saß, dann dürfte es diesmal mit Sicherheit in die ähnliche Richtung gehen. Das dürften locker 5 oder wenn nicht sogar 6 bis 8 Jahre werden.

    Aber wie gesagt, wir sind hier totale Laien und haben kein Jura studiert, alles unverbindlich.

    Wie sich 4 Jahre Haft anfühlen kann ich sehr gut nachvollziehen. Das erste ½ Jahr war für uns alle extrem schwer. Ich musste mich an den Sprachjagon gewöhnen und so manches dummes Knastgeschwätz von echten Infos zu trennen lernen.

    Meine Frau musste lernen alles alleine zu stemmen und darauf hoffen das am Haus nichts größeres kaputt geht.

    Trotz aller guter Vorbereitung auf meine Strafhaft hatte ich eine Angelegenheit nicht in Betracht gezogen, nämlich die Verwandtschaft meiner Frau. Die haben ihr so viele Flöhe ins Ohr gesetzt, das daraufhin die Scheidung zwangsläufig folgte.

    Nach 5 Jahren absolute Funkstille haben wir uns wieder Schritt für Schritt angenähert. Heute sind wir die besten Freunde und würden so manche Fehler aus dieser Zeit nicht mehr machen.

    Besonders der Einfluss ihrer Familie würde sie heute viel, viel weniger Beachtung schenken. Denn nicht nur in der JVA gibt es "Knastgeschwätz und Flurfunk" auch so manche Angehörige machen einem das Leben mehr als schwer.

    Egal wie Freunde oder Familie zu einem stehen, das zählt unter dem Strich nichts!!

    Das was ihr beide empfindet ist das was schlussendlich zählt. Ihr müsst durch die 4 Jahre durch.......Ihr müsst Euch bei Problemen zu helfen wissen......Du und Dein Lebensgefährte ist das was zählt.

    Irgendwann wird der Punkt kommen an dem Dir alles viel zu viel wird, wo Du am liebsten alles hinwerfen möchtest. Sei unbesorgt, das ergeht vielen Angehörigen so. Dann musst Du entscheiden, Du ganz allein, nicht Bekannte oder die Familie.

    Wie Ihr aus dieser Zeit hervorgeht liegt ganz allein an Euch. Solltet Ihr Euch trennen ist das genauso okay als wenn Ihr das gemeinsam durchzieht.

    Nur nicht von niemandem rein reden lassen.....Tipps sind okay......alles andere.....bäähh.

    Portobetrug mit Kriegsgefangenenpost kostet 50 Euro Strafe

    202002-kriegsgefangenenpost.jpg

    Seit Jahren oder sogar Jahrzehnten geistert das Gerücht durch Deutschland, man könne Briefe als Kriegsgefangenenpost deklarieren und sie dadurch kostenlos verschicken. Angeblich müsse man eine Briefmarke von wenigen Cent aufkleben, darunter unterschreiben und das Tagesdatum notieren, die Empfänger-Postleitzahl in eckige Klammern schreiben und "Non Domestic F.R.G." auf dem Umschlag vermerken.

    Dabei handelt es sich um einen unerlaubten Portotrick, den die Deutsche Post mit 50 Euro bestrafen kann.

    Ja, es gibt die Versandart Kriegsgefangenenpost. Aber in Deutschland sind nur folgende Organisationen berechtigt, sie zu nutzen:

    1. Internationaler Suchdienst, Arolsen
    2. DRK Suchdienst
    3. Kirchlicher Suchdienst
    4. Deutsche Dienststelle (WASt), Berlin
    5. Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge

    Diese Organisationen helfen heutzutage Angehörigen, das Schicksal von im 2. Weltkrieg vermissten Menschen aufzuklären. Muss dazu mit ausländischen Suchdiensten korrespondiert werden, kann die Versandart Kriegsgefangenenpost kostenlos genutzt werden. Es muss keine Briefmarke von 2, 3, 4 oder 6 Cent aufgeklebt werden.

    Dass sich das Kriegsgefangenenpost-Gerücht seit Jahren hält, liegt auch daran, dass die Deutsche Post solche Briefe manchmal problemlos zustellt. Berichte in anderen Medien: bild.de, noz.de. Aufgrund solcher Versehen schlussfolgern Absender und Empfänger irrtümlich, dass die Deutsche Post Kriegsgefangenenpost akzeptiert und der Portotrick funktioniert.

    Anderes Beispiel: Paketda.de erhielt mal einen Brief, auf dem eine Briefmarke aus einem Kinderpost-Spiel klebte (Abbildung nachfolgend). Das wurde von der Post nicht bemerkt. Die Sortieranlagen arbeiten also manchmal fehlerhaft und erkennen ungültige Frankierungen nicht.

    202302-kinderpost-briefmarke.jpg

    Wie bereits erläutert, kann die Deutsche Post für eine vorsätzlich falsche Frankierung einen pauschalierten Schadenersatz in Höhe von 50 Euro zzgl. Porto berechnen.

    Zu diesem Thema hat die Deutsche Post eine Infoseite veröffentlicht. Im unteren Bereich der Seite heißt es: "Die Deutsche Post befördert Kriegsgefangenenpost entgeltfrei. Die Entgeltbefreiung besteht jedoch nur für den Versand und Empfang von Kriegsgefangenenpost durch autorisierte Verbände."

    Quelle: paketda!