Beiträge von Chris

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    Chris
    2. Juni 2024 um 13:05

    Zitat
    Die JVA in Memmingen ist wegen des Hochwassers geräumt worden. Rund 100 Häftlinge - darunter etwa 20 Frauen - wurden auf die Gefängnisse in Landsberg, Kempten und Aichach verteilt, wie die Leiterin der JVA Memmingen und Kempten, Anja Ellinger, am Samstag auf Anfrage mitteilte.

    Du brauchst keine Angst zu haben, etwas falsch bei der Wahl des Rechtsanwalt gemacht zu haben. Es ist überhaupt nicht leicht, einen guten, kostengünstigen und fähigen Anwalt zu finden. Du solltest wissen, das jede Fahrt in die JVA ein Aussentermin ist, den sich Rechtsanwälte oft sehr gut bezahlen lassen.

    Meist wird die Planung der Verteidigung am Tag vorher besprochen, oftmals aber auch erst auf Gericht. Jedes Gericht hat dafür auch extra Räume in den sich der Anwalt und der Angeklagte zurück ziehen können.

    Anders sieht es bei mehreren Gerichtsterminen aus, dementsprechend umfangreicher ist dann auch der Tatvorwurf. Zum Beispiel wie bei Beate Zschäpe,wo der Prozess über 400 Sitzungen lief.

    Wie Du geschrieben hast, erhältst Du immer Rückmeldung, was schon sehr positiv ist, hier erhalten einige Mitglieder kaum oder keine Rückmeldungen. Das Warten ist nervig, nichts kann da im Moment schlimmer sein. Aber so wie es ausschaut läuft es bei Deinem Partner gut, sonst würde sich Euer Anwalt öfters melden.

    Sehe es einfach gelassener, es wird schon alles gut werden.

    Liebe Mitglieder und Mitgliederinnen,

    ich bedanke mich bei jeden Teilnehmer dieser Umfrage recht herzlich und ein besonderes Dankeschön für die Ehrlichkeit. Wie es jetzt genau weitergeht wird im Laufe der Woche bekann gegeben in einer anderen Kategorie.

    Genießt den Sonntag Abend noch ein bisschen und ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.

    Jetzt meine Antwort:

    Eigentlich hat Du Dir all Deine Fragen schon selbst beantwortet. Vollzugslockerungen sind sogenannte *kann- Bestimmungen*. Natürlich ist es möglich auf eigene Kosten einen eigenen Gutachter zu beauftragen, nur hilft Euch das in keinsterweise. Denn die JVA trägt die Verantwortung und bestimmt wer gelockert werden kann und wer nicht.

    Du selbst schreibst das Dein Mann seit 2 Jahren clean ist und die JVA fragt sich wozu er dann noch eine Therapie benötigt? Je mehr Ihr gegen Entscheidungen der JVA vorgeht oder Widersprüche einlegt, desto schwieriger macht es Euch die JVA.

    Wenn er nur selten konsumiert hat, stellt sich logischer Weise die Frage ob er überhaupt süchtig ist, denn eine Sucht ist das zwanghafte Verlangen nach bestimmten Substanzen oder Verhaltensweisen undi ein gelegentlicher Konsum ist nicht zwanghaft.

    Meiner Meinung nach, solltet Ihr Euch mehr darauf konzentrieren, wie es nach der Haft weitergehen soll und nicht ständig nach Lockerungen oder Ausführungen rufen. Dadurch macht Ihr es Euch nur unnötig schwer, die Anstalten sitzen nun mal am längeren Hebel.

    Liebe Mitglieder und Mitgliederinnen,

    seit Bestehen des Forums keimt von Mitgliedern immer wieder der Wunsch nach einem Forumstreffen auf, so wie in den letzten Wochen.
    Es wurde oft versucht ein Forumstreffen ernsthaft auf die Beine zustellen, doch aus erster Euphorie folgte deprimierte Apathie.

    Das solche Treffen erfolgreich sein können, habe ich schon persönlich auf einer anderen Forenplattform erleben können. Wir hatten dort nicht nur gute Gespräche sondern auch viel Spaß. Da wir kein Koch- oder Backforum sind, erschwert das ganze erheblich. Deswegen ist so ein Treffen auch ein wahnsinniger großer organisatorischer Aufwand, muss gut ausgearbeitet sein und ggf. finanziell unterstützt werden.

    Bevor Termin, Ort, Fahrgemeinschaften usw. ausgearbeitet werden können, muss das dementsprechende Interesse an so einem Forumstreffen ausgelotet werden. Diese ehrenwerte Aufgabe der Umfrage wurde mir übertragen und bitte um rege Teilnahme um an aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen. Das Ergebnis ist erst nach Abgabe Deiner Stimme sichtbar.

    Danke für die Teilnahme

    Das Sauerland liegt im Bundesland von Nordrhein-Westfalen und dort gibt es in Bielefeld-Brackwede, Bielefeld-Senne, Gelsenkirchen, Köln und Duisburg in der Zweiganstalt Dinslaken jeweils eine Frauenabteilung. Wo Du schließlich einsitzen wirst, kann keiner von uns hier sagen, das entscheidet sich bei Deinem Strafantritt.

    Mit viel Glück kannst Du, auf Grund Deiner kurzen Strafe, direkt in den offenen Vollzug kommen. In NRW ist das möglich.

    Dein Pflegegrad 1 wird nicht groß berücksichtigt, mit Deiner Paranoider Schizophrenie solltest Du jedoch alle ärztliche Gutachten mitbringen und von Deinen behandelnden Arzt ein Attest über Deine MMedikamente ausstellen lassen, damit Du in der JVA Deine Paranoider Schizophrenie weiter behandelnden kann.

    Hallo Nowocyn 38,

    sorry das ich jetzt die FR (Foren-Regeln)- Kelle schwingen muss, aber Du schreibst einfach blind im "Chat-Stil" darauf los und verfasst dabei ständig Doppeltpostings, die hier nicht erlaubt sind. Bitte lese Dir, wie in der Registrierung explizit darauf hingewiesen wurde, die Forenregeln durch. Bleibe beim Thema in Deiner Überschrift und sorgst damit das dieses Forum übersichtlich bleibt.

    Damit schließe ich auch dieses Thema.

    Die berühmte "B-Zelle" steht ja für einen besonderen gesicherten Haftraum. D.h. das es außer einer sich am Boden liegenden speziellen Matratze keine anderen Gegenstände im Raum befinden. Der Gefangene wird zum Eigenschutz und Gefährdung anderer auf dieser Matratze gefesselt und Video erwacht. Die Dauer hängt immer von der ärztlichen Diagnose ab. I.d.R. für 8 Std. ggf. auch 12 Std.

    Oft beruhigt sich der Inhaftierte innerhalb von 4 Std. Ich durfte in den 90 ziger Jahren mit so einem BGH für eine Nacht bekanntschaft machen. Ich bin auf Entzug gewesen und machte in meiner U-Haft einen kalten Entzug. Tja und jeder weiß, das man auf Entzug nur schwer Kontrolle über seine Extremitäten hat. Dementsprechend sah ich auch nach meinem Aufenthalt in der BGH aus und konnte gleich duschen.

    I.d.R. schon. Bei der relativ kurzen Haftzeit ist eine Verlegung innerhalb von ein bis zwei Wochen drin. Aber erfahrungsgemäß hängt das auch vom Transportplan ab. Ich weiß nicht wie oft der Gefangenen-Bus Attendorn anfährt und welche Route er fährt. So ein Schub (Transport) ist bei Inhaftierte nicht gerade beliebt.

    Guten Abend,

    dass ich mittlerweile viele Geschichten von da gehört habe

    Ach, diese Geschichten, ich habe das immer "Knastgeschwätz" genannt. Natürlich ist die Hoffnung groß durch einen guten (teuren) Rechtsanwalt mehr zu erreichen, leider hat das nur sehr selten Erfolg und macht einen im Knast nicht gerade populär. Sinnvoller ist es immer vor der Hauptverhandlung Geld in einen guten Rechtsanwalt zu pumpen, wenn man es hat. Wie Bikerboy schon geschrieben hat sind das keine Kleckerbeträge und sehr fraglich ob das Sinn macht für eventuelle 3 Monate weniger, 13.000 € mehr zu bezahlen.

    fast kein Spur von Resozialisierung.

    Resozialisierung, was für ein Wort! Die Resozialisierung fängt erst nach einer Haft an.

    Ich bin schon Resozialisiert in die JVA eingerückt, hatte bis zum vorletzten Tag in meinen erlernten Beruf gearbeitet, hatte Haus, Frau & Kind. Tja und dann wurde ich erst einmal desozialisiert. Der Verlust der Arbeit....nach 12 Jahren Betriebsangehörigkeit.......nach 7 Jahren Ehe warf die Frau die Schlüssel ins Haus........reichte die Scheidung ein....und Frau mit Kind weg. Bis auf zwei defekte Fernsehgeräte, ein mit Sperrmüll gefüllten Dachboden und meiner Wäsche blieb mir nichts mehr.
    Sogar mein PKW wurde für kleines Geld innerhalb der Verwandtschaft verhökert.
    Durch meine begangene Straftat habe ich all das natürlich selbst zu verantworten, das alles war ganz alleine meine Schuld. Mir war von Anfang an bewusst, das meine Straftat mit Knast belegt werden kann.
    Nur mit 48 Monaten habe ich nicht gerechnet.

    Da bin ich mit Sicherheit kein Einzelfall, der Resozialisiert in den Knast geht. Eine vernünftige Resozialisierung kann ja erst stattfinden, wenn es die Möglichkeiten gibt noch während der Haft auf Arbeits- und Wohnungssuche zu gehen. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn für all das muss der Gefangene gelockert sein. Da reichen nicht ein paar begleitete Ausgänge und wissen tun wir das alle.
    Der Spruch meiner damaligen Sozialarbeiterin; "Wären Sie nicht Straffällig geworden, hätten sie noch alles", werde ich mein Lebtag nicht mehr vergessen. Da hat niemand mehr Lust sich mit Problemen an diese Sozialarbeiterin zuwenden.
    Ich hatte das Glück das ich mir stets zu helfen wusste und einen wirklich hervorragenden Abteilungsdienstleiter hatte, der seine "Monseñoren" unterstützte wo es ihm möglich war.
    Ich fiel in Recht kurzer Zeit wieder auf meine Füße, bis auf ein Haus habe ich mir alles wieder erarbeiten können. Doch es sind nicht alle Menschen gleich, der eine benötig mehr Hilfe als der andere und daraus eine vernünftige Resozialisierung zu machen ist alles andere als einfach.

    Ich bin oft gefragt worden was ich mir unter einer vernünftigen Resozialisierung vorstelle. Zu erst mehr Alternativen zum Strafvollzug, bei mir z. B. hätte eine Fußfessel und ein vier jähriger Hausarrest völlig ausgereicht.
    Nichts anderes war der offene Vollzug für mich.
    Dann müsste der Beruf der Vollzugsdienst viel attraktiver gemacht werden und endlich mal das Strafvollzugsgesetz einheitlich modernisieren und nicht mehr den Ländern es überlassen.
    Es gibt noch so viel mehr, aber dann würde ich noch mehr vom Eingangsthema abweichen, wie jetzt hier.

    Mein Rat an Dich ama22
    So lange Dein Mann zurecht kommt, soll er sein Ding (Vollzug) machen. Selbst wenn Rückschläge kommen und sie werden kommen, dann ganz entspannt und ruhig weiter machen, ohne Promi-Anwalt.

    Der Empfänger hat die Annahme verweigert, da er den Inhalt nicht bestellt hat.

    Daran würde ich mich jetzt nicht festklammern und es eher als eine Standardformulierung von DHL ansehen. Würde irgendwie blöd aussehen wenn da stehen würde, hat die Annahme verweigert weil der Empfänger sich in U-Haft befindet und keine Expressbriefe annehmen darf.

    Ernsthaft, Du wolltest in guter Absicht dem Inhaftierten schnell etwas zukommen lassen und leider (un)wissentlich den falschen Weg gewählt. Die JVA ist nicht verpflichtet Express-Sendungen anzunehmen und an den Gefangenen weiterzuleiten und an Untersuchungshäftlingen schon einmal gar nicht. Ihm kann die Sendung ja nicht ausgehändigt werden, sondern nur der Staatanwaltschaft und da ist nix mit Expresszustellung.

    Briefpapier und Umschläge erhalten U-Häftlinge in den ersten Tagen beim Vollzugsbeamten auf der Abteilung. Bei Briefmarken helfen oft die Pfarrer oder Pastoren aus, ggf. kann der U-Gefangene auch einen Antrag auf Sozialbriefmarken stellen.

    Chris hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Chris
    18. Dezember 2023 um 10:15

    Zitat
    heute bin ich bei OpenJur auf ein Interessantes Urteil aus dem Jahr 2020 gestoßen. Es betrifft die Erstattungen der Fahrkosten für Besuche eines Lebensgefährten in der JVA. Ich dachte immer, das könnten nur verheiratete Paare beantragen, die Leistungen vom Amt beziehen. Das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt sieht das anders.
    Ich werde hier nur den Tenor und einen Teil des Tatbestands (als Einleitung) in den Artikel schreiben, den Rest also das gesamte Urteil im Anhang als PDF-Datei hochladen.

    Mit dem Unterhalt ist mir aber etwas unklar, aber warscheinlich das Jugendamt kann mir besser erklären.

    Sehr gut, so ist es auch am besten. Das Jugendamt kennt sich da viel besser aus, als wir. Wir können nur Ratschläge geben und keine Handfesten Infos.
    Schön wäre es, wenn Du uns hier das Ergebnis vom Gespräch mit dem Jugendamt zukommen lässt. Mich interessiert es schon, wie das weiter läuft.

    Muss er zahlen, muss ich unbedingt beim Jugendamt beantragen oder kann alles so bleiben?

    Zahlen muss er, kann er aber durch seine Haft nicht. Deswegen springt das Jugendamt ein. An Deiner Stelle würde ich mich ans Jugendamt wenden, damit der Unterhalt an Deinen Kindern gesichert ist.
    Zur Krankenkasse kann ich Dir keine Antwort geben, daher unbedingt bei der entsprechenden Krankenkasse anrufen und Ihnen die Situation schildern.

    Hmm....manche Anstalten verkomplizieren wirklich die einfachsten Dinge.

    Da muss ich die JVA Wittlich echt Loben, die haben den Zahlungsverkehr immer gewährleistet.

    Ich habe während meiner Strafhaft jeden Monat 15, 00 Euro an meinem Stiefsohn sein Taschengeld überwiesen.

    Ich habe nur einen Antrag mit dem zu überweisenden Geldbetrag und meiner Gefangenenbuchnr. an die Zahlsstelle der JVA geschrieben, diesen in einen verschlossenen Briefumschlag eingelegt und auf den Umschlag nur "Zahlstelle" draufgekritzelt fertig.

    Nach ungefähr einer Woche war das Geld auf dem Konto.

    Wenn das Geld vom Haft Konto weg ist, geht es an die Landesjustizkasse. Diese steuert alle Zu und Abgänge der Haft Konten, allen Zahlungsverkehr bzgl. Justiz und Strafvollstreckung. Da gibt es auch nur eine pro Bundesland.

    Ich bin mir ziemlich sicher gewesen das das Geld nicht von der Landesjustizkasse aus Mainz aufs (damals) ehelichen Konto gebucht wurde, sondern von der Deutschen Bank aus Saarbrücken kam.

    Daher habe ich noch einmal auf der Webseite JVA Wittlich geschaut und für mich hier verwirrendes festgestellt.

    Dort ist als Bank "Deutsche Bundesbank" angegeben, die Kontonummer bzw. IBAN ist die BBk Saarbrücken (Bundesverband Bildender Künstler Saarland e.V.. ).

    Muss ich nicht verstehen.......ist ja auch nicht wirklich wichtig.

    Man geht zum Beamten, zum Abteilungs/Stationsleiter, zum Sozialarbeiter und bittet um Aufklärung.

    Das hat bisher leider keinen Erfolg gebracht.

    Also, weder der Beamte oder Sozialarbeiter ist da der Ansprechpartner. Der richtige Ansprechpartner für mich war im geschlossenen Vollzug immer die Geschäftsstelle.

    Im offenen Vollzug kann man zu den Geschäftszeiten direkt zur Zahlstelle gehen.

    Das mit den drei Tagen Bikerboy ist nicht so ganz richtig. Diese Ausführungsfristen gelten nur für den Zahlungsdienstleister. Die JVA gibt das nur an die Zahlsstelle weiter und das sollte man immer mit einbeziehen.

    Bin einmal gespannt wie das Thema weitergeht.

    Guten Morgen,

    Du bist nicht die Erste, die sich wundert warum keine Antwort kommt. Dein Lebensgefährte befindet sich wahrscheinlich in Untersuchungshaft und da geht die Post über die Staatsanwaltschaft. Bis er Deine Briefe erhält kann es gut 1 bis 1½ Wochen dauern, oft sogar länger (3 -4 Wochen).

    Ich empfehle jedem neuen Mitglied zuerst die Forumssuche zu benutzen, denn solche Fragen wurden hier schon sehr oft beantwortet.

    Solltest Du nicht fündig werden, stehen Dir viele spezielle Themen Foren für Fragen zu Verfügung.

    LG Chris

    Ne sorry muss dich berichten hab nicht geschrieben 0 Ahnung hab geschrieben 0 Info .

    Das stimmt, da habe ich Dich falsch zitiert, Entschuldigung das war keine böse Absicht. Es kommt fast aufs selbe raus, Dein Mann hat nicht die erhofften Infos bekommen.

    Ich kann Deinen Unmut verstehen, Psalm. Meine Ehefrau hat auf einen Sonderbesuch die Sozialarbeiterin wegen Tatenlosigkeit völlig rund gemacht. Ich wusste von Anfang an, das meiner Frau auf diesen Besuch der Kragen platzt und ich habe sie auch gelassen.

    Vieles was für Euch draußen normal ist, hat im Knast jede Menge Hürden. Für mich war bzw. ist es immer schwer gewesen meiner Frau und vielen Frauen hier verständlich zu machen, daß der Knast eine ganz andere Welt ist.

    Wie Ratatouille schon erwähnt hat, liegt die Priorität in der Sicherheit und Ordnung. Eine Resozialisierung innerhalb der Mauern findet nicht statt.

    Was mir jetzt hier missfällt ist die Richtung die das Thema nimmt.

    Natalie, wenn Dir die negativen Themen von Psalm missfallen, solltest Du auf das Lesen meiner Antwort lieber verzichten.

    Wo, wenn nicht hier, haben Angehörige die Möglichkeit Dampf ablassen? Jeder hat hier das Recht seinen Unmut kund zu tun, so lange es im Rahmen der Foren-Regeln bleibt.

    Im Knast laufen die Uhren anders, das ist schon so zu Kaisers Zeiten gewesen.

    Ich habe auch alles in meiner Strafhaft selber lösen müssen, da kam niemand zu mir auf Zelle um mich zu fragen: Darf ich ihnen helfen.

    Gründe zum beschweren gab es jede Menge, Die Hafträume in Wittlich waren Anfang der 2000 Jahre immer noch nicht verstromt. Es gab keine Steckdosen, daher auch kein TV oder Spielekonsolen. Nur eine Neonleute damit man Licht hatte. Dieser Zustand war Rechtskonform und da half auch keine Beschwerde.

    Man musste sich zwangsläufig um seine Probleme selbst kümmern, was auch völlig normal ist. Viele Informationen habe ich mir während des Hofgangs von meinem Mitgefangen geholt, auch das ist völlig normal in jedem Knast.

    Manchmal wussten wir durch den Flurfunk eher und besser Bescheid, als der Vollzugsbeamte auf unserer Abteilung.

    Ich habe für eine simple Haftbescheinigung über 3 Wochen warten müssen, Begründung: Ich bin einer von 600 Strafgefangene.

    Du weißt doch nicht wie viele Mitarbeiter in der Geschäftsstelle arbeiten, meist sitzt da nur einer!!! Das war in Wittlich so und wird in anderen Anstalten nicht anders sein.

    Du prangert hier Missstände an, die eigentlich keine sind. Das ist der ganz normale Haftalltag.

    Die Justizvollzugsanstalten sind völlig unterbesetzt, weil sie kaum Personal finden, auch das war zu meiner Zeit schon so. Die heute dort arbeiten sind schon fast Einzelkämpfer und versuchen so gut wie möglich einen vernünftigen Haftalltag hinzubekommen.

    Anstatt einfach mal ein bisschen Verständnis aufzubringen, schreibst Du von Missständen. Du gibst doch eigentlich nur das wieder, was Dir Dein Mann erzählt hat. Das Dich solche Erzählungen auf die Palme bringen, kann ich verstehen, da bist Du nicht die Erste.

    Wärst Du dabei gewesen, hättest Du vielleicht eine andere Sichtweise.

    Das ein Rechtspfleger vom Gericht in die Anstalt kommt, ist verdammt selten.

    Du schreibst das dieser Null Ahnung hat, für mich ist das eine plakative und oberflächliche Aussage.

    Rechtspfleger haben eine dreijährige Ausbildung mit Fachstudien von mindestens 18 monatlicher Dauer, berufspraktische Studienzeiten an Gerichten und bei Staatsanwaltschaften und endet mit einer staatlichen Prüfung.

    Hatte im Internet gesehen das es verboten wäre

    Das ist von Anstalt zu Anstalt unterschiedlich, aber von der JVA Bochum weiß ich (Stand 2020) das "selbstklebende Briefmarken" bis max. 5 Stk. erlaubt sind.

    Dein Mann kann das aber auch selbst nachfragen, wie viele Briefmarken in einem Briefumschlag mit gesendet werden dürfen.

    Grundsätzlich verboten sind Briefmarken, wo die Klebefläche befeuchtet werden muss., da diese Klebefläche mit LSD versetzt sein könnten.

    Solche Briefmarken händigen viele Anstalten nicht mehr aus.