Beiträge von Bikerboy

    Labeille,

    der Anwalt würde nur ein eigenes Gutachten fordern, wenn die StA oder das Gericht eins angeordnet hat und das Ergebnis nicht so prall wäre. Gutachten kosten Geld und viel Zeit, auch das sollte man bedenken.

    Vor Gericht werden beide Parteien ihre Anträge stellen und begünden, das Gericht entscheidet eben. Das bedeutet aber nicht, das den Anträgen gefolgt werden muss. Das Gericht kann auch über den Antrag der StA urteilen oder auch eine ganz anderes Urteil vorsehen. Es hilft hier aber wenig zu spekulieren, Strafrahmen gibt es halt für die entsprechenden Vergehen und warum du schon die 24 Monate im Kopf hast, wissen wir ja nicht. Manchmal lassen sich die von der StA geforderten Strafen nicht vollständig beweisen, dann kann auch der vorgesehene Strafrahmen nicht angewandt werden und die StA oder das Gericht weicht in einen anderen Strafrahmen ab. Daher ist es oft so, das alle Parteien in einem (geheimen) Vorgespräch eben die Möglichkeiten besprechen.

    Wenn die StA einmal eine Anklage erhoben hat, geht natürlich auch eine Einstellung gegen Auflagen. Das spart Zeit und hat auch fiskalische Gründe. Das passiert aber nur, wenn die Anklage auf wackligen Füßen steht.

    Man darf nie das Prozessrisiko vergessen, denn Gerichte (müssen) sollten unabhängig urteilen, jede Seite kann sich also nicht auf ein siches Urteil verlassen. Erst nach dem Urteilsspruch ist man schlauer und auch die Urteilsbegründung ist von Bedeutung für eventuell weitere Schritte. Alles noch Zukunftsmusik für euch, wartet mal ab, die Zeit vergeht auch und bald habt ihr etwas mehr Gewissheit.

    Gruß Bikerboy

    Hallo Labeille,

    es gibt nicht den "richtigen Anwalt". Du glaubst er macht eine schlechte Arbeit, weil er nicht ständig erreichbar oder vor Ort ist. Da kann ich dich beruhigen, das ist bei einem Staranwalt eventuell so, der dann auch noch etwas Presse mit diesen Terminen macht.

    Für "Otto normal" werden die Basisanforderungen erfüllt, der Anwalt stellt sein Konzept auch nicht gerne in den Mittelpunkt, denn oft ist die Hoffnung dein größter Feind. Wenn es eine Anklage gibt, gibt es Akten und auch Fakten ohne die, die StA nicht ins Rennen gehen würde. Entscheiden wird das Gericht und gerade bei offenen und unklaren Sachlagen ohne ein Geständnis, wird der Richter sehr vorsichtig sein mit milden Urteilen. Ich habe gerade hier eine erdende Erfahrung machen dürfen. Keine klaren Beweise aber eine Einstellung gegen Summe X von der StA vorgeschlagen. "Friss oder stirb(langsam)", das System hat den längeren Atem und da hilft dir auch kein Anwalt, wenn die Vermutung schon reicht, wird auch die nächste Instanz zum Roulette.

    Du schreibst von möglichen 2 Jahren, da geht es dann ja eher um die Frage, noch zur Bewährung oder den harte Weg gehen? Da spielen dann ganz andere Aspekte neben dem Tatvorwurf eine Rolle. Ersttäter, Gutachten, Vorgeschichten, soziale Aspekte und natürlich auch Zusammenarbeit mit den Ermittlungsorganen. Ich habe verschieden Anwälte kennen gelernt. Alle haben in der gleichen Art gearbeitet (so wie ihr es bei eurem Anwalt auch empfindet). Ich kann dir nicht sagen, ob es ein anderer Anwalt besser gemacht oder mehr erreicht hätte. Was ich dir aber sagen kann, es gibt "Absprachen", die vorher erörtert werden um schneller ein Urteil zu bekommen. Da ist der Anwalt dann schon von Bedeutung, um möglichst gute Deals auszuhandeln. Die kennen sich alle iwie untereinander und wissen, was machbar ist und was nicht geht. Ein Anruf beim Richter, eine Absprache mit der StA und zack, weiß man wohinn der Rubel rollt. Bedenke auch immer, es ist "Scheiße" passiert, dein Partner hat das verbockt und sollte die Konsequenzen dafür tragen. Ich hoffe für euch, das die Last erträglich bleit und wünsche euch Kraft, das dann alles bewältigen zu können. Drücke euch die Daumen,

    Gruß Bikerboy

    Hallo Liisasw,

    der letzte Beitrag war schon einige Zeit her und die Frage von Love wurde auch nicht mehr beantwortet.

    Ich schreibe hier aber, weil ich mich doch sehr wundere, das du deinen Mann in der JVA zurück rufen kannst. Ist er im OV und hat ein eigenes Telefon?

    Gruß Bikerboy

    Hallo Scasi,

    mal widda einen "Brocken in den Ring" geworfen und alles geht in den Alarmmodus. Die Aussage, wenn es die überhaupt so gegeben hat, kann vieles bedeuten.

    Ich hab gerade kein Plan, wie lange dein Sohn schon in Haft ist. Inhaftierte, die nach kurzer Zeit solche Fragen stellen, werden oft mal mit solchen Aussagen abgeschreckt. Ich würde mal vermuten, es gibt für das Gespräch keine Zeugen und auch wenn, werden die das nicht bestätigen. Eine alte Weisheit lautet, Papier ist geduldig und es wird für jeden Inhaftierten eine Akte fortgeschrieben. Natürlich hat die JVA einen nicht unerheblichen Einfluss auf eine vorzeitige Entlassung. Man kann es dem Inhaftierten also auch schwer machen und jeder der dort arbeitet, kennt die Spielregeln. Da es nicht nur den einen Beamten gibt, wird sich so eine Aussage schon relativieren lassen. Also mal ruhig Blut und an einen korrekten Haftverlauf arbeiten.

    Das Urteil lautet 3 Jahre, warum auf 2/3 spekulieren, wenn du dann für ein Jahr eine fette Bewährung an den Hals bekommst.

    Kann man natürlich anders sehen, wenn er aber seine Strafe voll verbüst hat, kann ihm kaum einer an die Karre fahren. Der 2/3 Termin sollte von amtswegen geprüft werden, eigentlich geht es vorher über Lockerungen (z.B. OV), da sind dann doch ganz andere Beamte zuständig.

    Dein Sohn soll sich auch nicht von jedem Satz einschüchtern lassen, mit der Zeit wird er das schon unterscheiden lernen.

    Schöne Ostern, Gruß Bikerboy

    Hallo Nowocyn,

    ich würde an deiner Stelle erstmal das Urteil abwarten, bevor du dir über solche Fragen Gedanken machst. Du wirst noch viele Möglichkeiten haben, deine zukünftige Frau zu unterstützen.

    Grundsätzlich wird es nicht erlaubt sein, ein solches Gerät von "außen" in die Haft einzubringen. Manche JVA´s haben aber interne Händler und die Verordnungen sind auch nicht einheitlich.

    Mein Tip wäre, lege dir das Geld zur Seite und warte mal ab, bis es sinnvoll eingesetzt werden kann.

    Gruß, Bikerboy

    Guten Morgen Love (04:00 Uhr ),

    ich habe das jetzt auch nochmal gelesen und würde sagen, es sind hier 2 User vermischt.

    Eine Mutter (Diana) und eine Freundin (Berlina), thematisieren hier das Besuchsproblem und daher gibt es vermutlich Missverständnisse.

    Bis zum Urteil sollte man versuchen, den Ball flach zu halten, es gibt die blödesten Situationen und je nach Strategie kann das auch mal nach hinten losgehen.

    Das es am Anfang besonders schwer ist, wissen hier ja die Leute, die schon leiderprobt sind. Je nach Delikt und StA sind auch die Einschränkungen komplett andere.

    Berlina030, hier noch ein Hoffnungsschimmer für dich. Unser Spezie wurde in SWH verurteilt und begann auch dort seine Strafhaft. Er wurde dann auf Antrag heimatnah nach Berlin verlegt. Das macht dann vieles einfacher. Hab also Geduld und warte den Prozess ab, danach kann man etwas besser in die Zukunft blicken.

    Gruß Bikerboy

    Heute war es scheinbar mal an….da die whats App Nachrichten angekommen sind also zugestellt worden sind….

    Das kann passieren, wenn das Handy von offizieller Seite ausgelesen wurde.

    Auch die Möglichkeit, das die SIM-Karte reingeschmuggelt wurde besteht, ein Handy ist in jedem Knast.

    Wird man erwischt, folgt eine Konsequenz und die kann echt hart sein.

    Gruß Bikerboy

    Hallo Jwg,

    eine kurze Vorstellung wäre noch super und ansonsten folgendes bitte beachten.

    Mobilnummer sollte es nicht sein, das deutet auf illegale Kommunikation hin. Ein Rückruf wäre dann möglicherweise ungünstig, da Handys im Knast verboten sind. Da die Inhaftierten aber nicht blöd sind, wird es auch auf lautlos gestellt.

    Wenn dein Mann was wichtiges mitteilen wollte, hätte er ja auf deinen AB quasseln können, also keine Panik, er wird sich schon nochmal melden.

    Gruß Bikerboy

    Guten Abend nochmal,

    du kannst alle möglichen Anträge stellen, das steht dir frei und du wirst ja sehen was passiert. Die Bearbeitung dauert ja auch einige Monate und du solltest eine begründete Antwort erhalten. Diese Antwort kann schon hilfreich sein und deine weitere Strategie beeinflussen.

    Hilfreich sind die genannten Gründe, weil die Strafvollstreckungskammer nicht immer mit dem gleichen Argumenten ihre Entscheidungen begründen sollte. Natürlich betrifft das nur "weiche Fakten", wenn Zeithorizonte eine Rolle spielen, dann gilt es diese abzusitzen.

    Gruß Bikerboy

    Hallo freak,

    es ist vollkommen unwichtig, wie ich die Chancen sehe. Ich versuche einfach die Dinge rational zu betrachten.

    Du bezeichnest dich gerne als Erstverbüßer, hast aber noch eine weitere Verurteilung erhalten. Damit wäre dann die zweite Strafe ja ein k.o.-Kriterium für "den Erstverbüßer". Erstverbüßer sollte man auch nicht so tief in der Waagschale sehen, denn beide Taten hängen zusammen und die erste Verurteilung hat dich nicht von weiteren Taten abgehalten. Gut finde ich, das du an dir arbeitest und es Fortschritte gibt.

    Gruß Bikerboy

    Die StA hat mir geschrieben Sie sehen mich bei der großen Strafe auf 2/3 und bei der kleinen bei der Hälfte. Erst dann würde eine Prüfung erfolgen.

    Das ist ja schon mal eine Aussage. Wenn die JVA und die Gutachter und die Richter dann nach 44 Monaten den gleichen Eindruck haben, könnte es ja klappen.

    Mach dir bitte nichts vor, mit den 2 Verurteilungen und der Gesamtstrafhöhe hast du nur verschwindent geringe Chancen auf eine Haftverkürzung.

    Es steht dir aber frei, den Antrag zu stellen. Wenn aber schon dein Anwalt hier die Hände hebt, was erwartest du dann?

    Gruß

    Bikerboy

    Kann ich also Ende April einen Halbstrafenantrag auf die große Strafe stellen?

    Du hast die Frage doch schon selber beantwortet, "jeder kann", der in Haft ist, solche Anträge stellen. Welche Erfolgsaussicht besteht ist unklar.

    Das in deiner Haftzeitübersicht Termine stehen ist korrekt, sollte also bei jedem Inhaftierten der Fall sein. Vorzeitige Entlassungen sind aber an einige Hürden gebunden und nicht als Regel zu verstehen.

    Einzig TE ist verlässlich, alles was vorher von der Uhr gestrichen wird ist eine schöne Überraschung.

    Gruß Bikerboy

    Guten Morgen ama,

    ich kann dir nur zu Herrn Strate was berichten, ist ja eher ein Promianwalt.

    Ein Bekannter hatte den in seinem Verfahren, würde alles in seinem Sinne geregelt, er hat aber auch feine Kosten verursacht (wir reden von 5stelligem Bereich)

    Unser Spezie hatte auch seinen Anwalt gewechselt, der Neue hat weder 2/3, noch Reststrafe, noch bessere Lockerungen erreichen können. Das lag aber auch an unserem Spezie, der die Spielregeln nicht mag und eben dann mit den Ergebnissen leben muss. Bedenke immer, das die JVA hier die Entscheidungen trifft und auch eine gerichtliche Überprüfung, der JVA-Entscheidung, nicht zu einem besseren Ergebnis führen wird.

    Also lieber einen vorbildlichen Haftverlauf anstreben, da stehen die Chancen besser auf Erfolg als viel Geld ins "blaue" investieren.

    Gruß Bikerboy

    Herzlich willkommen Mungo,

    mach dir mal keine so großen Gedanken zur Annahmeverweigerung, es gibt zig Gründe, warum es nicht geklappt hat.

    Einfach mal prüfen, ob Briefmarken überhaupt erlaubt sind, da geht es schon mal los.

    Schreibe einen normalen Brief und bitte deinen Bekannten sich zu melden. So wirst du die richtige Strategie erfahren.
    In U-Haft dauert das alles sehr lange aber auch hier kann man helfen. Such mal die Webseite der JVA, wo er einsitzt und informiere dich dort.

    Gruß

    Bikerboy

    Hallo nochmal,

    es geht hier um den Unterhalt für die Kinder, auf den kann man nicht verzichten (§ 1614 Abs. 1 BGB), der steht den Kindern zu.

    Wenn die Mutter ohne Einkommen die Kinder versorgt, dann ist es kein Problem.

    Wenn aber auch durch die Mutter hier Leistungen bezogen werden, dann schaut das Amt genauer hin.

    Gruß

    Bikerboy

    ama, kein Problem,

    ich wollte dich nur auf die aktuelle Rechtsprechung zur Kinderbetreung hinweisen.

    Wenn es keine Betreuungsmöglichkeit gibt, dann musst/kannst du ja nicht in Vollzeit arbeiten.

    Gibt es aber einen Hort oder eine Ganztagskita, dann wird es das Amt schon wissen wollen. Ab 4 Jahre wird erwartet, das auch der betreuende Elternteil Einkommen erzielt.

    Gruß

    Bikerboy

    Super, dann droht da kein Ärger.

    Wenn du aber nun Leistungen beantragst, laufen möglicherweise Unterhaltsschulden bei deinem Mann auf, Kajada hatte schon einen Hinweis dazu gegeben.

    Gilt für den Unterhalt (Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt).

    Dort wird man auch wissen wollen, warum du nicht berufstätig bist?

    Der Staat springt ja immer nur dann ein, wenn die Unterhaltspflichtige nicht selber die Sache wuppen kann. Durch die Betreuung der Kinder hast du aber etwas Spielraum, kommt auf den Einzelfall und das Alter der Kinder an.

    Gruß

    Bikerboy

    Hallo Love,

    ich würde das Problem hier nicht ansprechen, wenn es dies nicht gebe.

    Bevor eine Zahlung die Anstalt verlässt, gibt es einige Hürden, die sollte man kennen.

    Wenn also eine Überweisung, die man selber in Auftrag gegeben hat (Vormelder), nach 3 Wochen immer noch nicht den Empfänger erreicht, was macht man dann, wenn es aber auf dem Haftkonto abgebucht ist?

    Man geht zum Beamten, zum Abteilungs/Stationsleiter, zum Sozialarbeiter und bittet um Aufklärung.

    Das hat bisher leider keinen Erfolg gebracht.

    Auch im OV gab es solche Verzögerungen, da wurde z.B. die Wohnungsmiete, trotz Abtretung nicht rechtzeitig überwiesen.

    Eigentlich haben Zahlungen innerhalb von 3 Werktagen (auch aus der JVA) ihr Ziel zu erreichen.

    Ich werde also kommende Woche den Kontoauszug per Post bekommen, dann sehen wir weiter.

    Gruß

    Bikerboy

    Hallo und ein schönes WE,

    heute wollte ich mal meinen Ärger loswerden und auch eure Erfahrungen zum Problem Überweisungen einsammeln.

    Nun könnte ich hier länger ausholen, es bleibt aber immer bei der selben inakzeptablen Situation.

    Egal wo unser Spezie untergebracht war, wenn er Geld rausgeschickt hat, dauerte es unendlich, bis die Buchung erfolgte.

    Auf dem Haftkonto war der Betrag abgebucht, Empfänger und IBAN stimmten, aber die Kohle kreiste sinnlos irgendwo.

    Nun, der aktuelle Vorgang macht mich sehr wütend.

    Seit 3 Wochen wartet man auf einen nicht unerheblichen Betrag, der noch durch seine Arbeit, er war ja mal im OV, auf seinem Haftkonto gebucht war.

    Durch ständige Verlegung innerhalb der JVA wechselten auch die SA und jeder meinte, er würde sich darum kümmern.

    Bis heute kein Erfolgserlebnis.

    Andersrum geht alles super, Haubtsache der Bau hat seine Kohle.

    Ich überlege nun, ob man da von "außen" tätig werden kann und wenn ja, was könnte man sinnvollerweise tun?

    Will nun erstmal eine Kopie von seinem Haftkonte zu den Buchungen sehen, wie stelle ich das an?

    Gruß

    Bikerboy