Beiträge von MarcOh

    Griasna,

    Marco hier. Ich möchte, nach monatelanger, reichlicher Überlegung ein konstruktiveres, objektives Statement zur JVA Landsberg abgeben und revidiere hiermit meine Aussagen aus Juni 2022. Zu diesem Zeitpunkt war ich als Ex- Inhaftierter einfach noch nicht imstande, eine objektive Beurteilung abzugeben und möchte mich hiermit, insbesondere bei der Verwaltung des Forums entschuldigen.

    Die JVA Landsberg liegt relativ unauffällig an einer stark befahrenen Hauptstraße und ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmittel (Landsberg Schule- Haltestelle) erreichbar.

    Mit Verlegung von München Stadelheim, gelangt man zunächst in den sogenannten "ZUG"- dem Zugang der Haftanstalt. Dieses Gebäude ist vom Haupthaus getrennt und liegt hinter der Torwache.

    Nach Ankunft dauerte die Aufnahme ca. 4- 6 Stunden. Diese Zeit verbrachten alle verschubten Häftlinge (ich meine 6 an der Zahl), in einem größeren Vorraum, mit Fenstern und Toilette. Es werden zunächst Fotos gemacht, Daten aufgenommen, bis man schlussendlich einer Zweimannzelle zugewiesen wird. Zur Corona Zeit (Stand November 2021), stellte die bayerische Justiz, respektive die JVA Landsberg jedem Häftling ein TV Gerät kostenlos zur Verfügung. Anträge, Anliegen können morgens bei Aufschluss angefordert werden. Telefoniert wird zweimal im Monat für nicht mehr als 20 Minuten. Die Kosten hierfür trägt der Häftling.

    Der Alltag ist, sofern man einer geregelten Arbeit nachgeht durch durchgetaktet.

    Kurzum: Als Erstverbüßer, deutscher Staatsangehörigkeit, hatte ich nie das Gefühl ungerecht behandelt zu werden.

    Falls jemand Fragen hat, bin ich gerne bereit Rede und Antwort zu stehen. :telefonieren:

    Viele Grüße aus München

    Marco R.